Direkt-Aufruf :
#BDSM und dessen Bedeutung im eigenen Leben

So ich starte mal wieder ein neues Thema. Vielleicht hat ja jemand #Lust mitzudiskutieren und es kommt mal wieder Leben hier rein 

Seit ich #BDSM für mich entdeckt habe, merke ich immer mehr, wie sehr es sich wandelt. Mal hat es einen grösseren Stellenwert im Leben und dann steht wiederum anders im Vordergrund. Es ist ein Teil meiner Sexualität geworden, es gibt aber durchaus Phasen da komme ich gut ohne aus. Spannend finde ich nach wie vor, dass es so viel Raum zum Ausprobieren und Experimentieren lässt. Da gibt es noch einiges, was ich ausprobieren will. Abhängig von meiner momentanen Verfassung ist auch, was mir gerade gefällt und was nicht, was gerade noch ok ist oder eben nicht. Ich hab neue Seiten an mir entdeckt. Das hatte durchaus auch Auswirkungne auf mein Selbstbewusstsein.

Es entwickelt sich genauso wie sich die Beziehung entwickelt. Für mich ist es zudem etwas Privates, es muss nicht jeder wissen oder davon Kenntnis **** ist für mich kein Lebensinhalt. Ich will nicht jeden Teil meines Lebens und meiner Freizeit sexualisieren.

Wie ist das bei euch?Wie starr oder fix ist euer #BDSM? Wo wandelt es sich, hat es sich gewandelt?
2 Kommentare & Antworten
LotOfKnots: hallo Odonata,

interessanterweise hatte ich in den letzten tagen auch die idee, fast das gleiche thema zu starten... jetzt haenge ich mich mal bei Dir an

bdsm ist fuer mich schon ziemlich wichtig. zumindest so wichtig, dass ich in einer beziehung nicht darauf verzichten wollte. es soll mein leben nicht bestimmen, aber mit sicherheit bereichern.

also habe ich immer nach einer partnerin gesucht, die auch bdsm-interesse hat und mit der ich mein leben teilen kann. und was soll ich sagen? ich bin fuendig geworden, sogar hier bei uns im club (mit viel glueck, sie ist schon lange nicht mehr online). geplant war zwar eine dauerhafte beziehung, heiraten wollte ich aber nie, und kinder aus diversen gruenden sowieso nicht. trotzdem sollte es locker und #experimentierfreudig bleiben. und genau so hat es auch angefangen...

... bis sie nach einem dreiviertel jahr trotz verhuetung schwanger wurde. nunja, und wenn ich denn doch schon vater werde, dann kann ich auch noch heiraten, wegen der gesetzlichen vorzuege und sicherheit fuer das kind. inzwischen ist unser sohn 7 jahre alt, und es ist auch noch eine 2-jaehrige tochter dazu gekommen (diesmal geplant, ich bin kein freund von einzelkindern). aus diversen familiaeren gruenden, die ich an dieser stelle nicht naeher erlaeutern moechte, ist unser bdsm-leben seit dem aber ziemlich eingeschlafen, seit unserer tochter praktisch ganz zum erliegen gekommen. nicht dass wir keine #lust mehr haetten, aber es ergibt sich einfach keine gelegenheit.

ich habe also mein ziel erreicht, und trotzdem sieht es voellig anders aus als irgendwann mal geplant. wir vermissen beide bdsm, aber es gibt einfach auch wichtigeres. und so besessen sind wir nun auch nicht davon, dass wir deswegen die familie und das wohl der kinder aufs spiel setzen wuerden.

wie sieht also unser bdsm aktuell aus? die wuensche und vorlieben sind immer noch fast die gleichen wie am anfang, und die hoffnung auf "bessere" zeiten stirbt bekanntlich zuletzt...

LotOfKnots
_Schatten11: Wie starr oder fix ist euer #BDSM? Wo wandelt es sich, hat es sich gewandelt?
Alles ist immer irgendwie im Wandel *klugscheiß*

Aber vom Anfang:#BDSM ist fester Bestandteil meiner Sexualität. Ich geh sogar noch einen Schritt weiter: #BDSM ist(!) meine Sexualität.Was nicht heißen soll, das ich nicht auch sehr sanft sein kann & will...-je nachdem, wie auf mich reagiert wird, bzw. auf das, was ich mache.

Überhaupt ist mir das wichtig, ich bezeichne mich da gern als "Reaktionsfetischisten".

Ob das nun der Stock, die 9-schwänzige, Flogger, Strom, Hand (Slap /Fist) oder sonstiges mit dem ich meinen Sadismus lebe oder ein Eiswürfel, #Wachs, ein Fingernagel, eine sanfte Berührung an unerwarteter Stelle, Ein Luftzug auf feuchter Haut...- egal!Ich *brauche* und will eine Reaktion!

Um so schlechter, wenn diese nicht kommt.Und ja, das hat sich im Laufe der Zeit immer wieder mal gewandelt.

Wie das vielen die in langjährigen, festen Beziehungen nicht fremd sein wird ( und LoK es schon beschrieben hat) durchläuft man mit seinem #BDSM/seiner Sexualität so seine Up & Downs.

So richtig "interessant" wird es meiner Erfahrung nach erst nach der NRE (<-- New Relationship Energy, "Verliebtheits-") Phase, die so R x Pi x Paddelboot maximal 2 Jahre anhält.

In dieser NRE ist vordergründig das gemeinsame Erkunden, das gemeinsame Erleben. Dies wird allgemein als "Hoch"-Zeit wahrgenommen, als Plateau gemeinsamer #Lust & Sexualität/#BDSM.Man lernt sich kennen, den Umgang mit einander, "groovt" sich aufeinander ein, experimentiert, tut & macht.Das alles sind sehr verbindende Elemente.

Nun isses so: man kann sich schwerlich immer nur auf dem Gipfel bewegen. Irgendwann *hat* man sich im dem Kontext kennengelernt,...- und dann?Wie gehts weiter?Höher, schneller, weiter,...immer extremer?Nur um dieses Plateau ( was man ja gemeinsam er & gelebt hat & was sehr GEIL war!) zu halten?

Nunja...- kann man machen.

oder es einfach aktzeptieren, das es eben nicht mehr so ist, wie am Anfang...- kann man auch machen.Ist aber gleichsam frustrierend, man WEISS ja, das man es mal "besser" gekonnt hat.

Dann fängt die Phase des "dran arbeiten" an.Was ganz sicher ein guter Vorsatz ist...aber wie sagt man so schön? " Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Vorsätzen!" (Das kann alle möglichen Formen haben...- ein sog. "öffnen" der Beziehung, zb...oder Einbeziehung Dritter/Vierter...oder Clubbesuche...oder oder oder)

Das Ding ist, das " Arbeit" und #Lust & Geilheit (aufeinander) sich nur schwer "konstruieren" lassen...- eigentlich GAR nicht, das steht sich diametral gegenüber.

Ergebnis: Das wird wahrgenommen als das, was es ist...und das hat mit #Lust aufeinander nich viel zu tun.

Folge:"achkomm, lassen wir das..- was tun wir uns das an & stressen uns gegenseitig so? Nehmen wir einfach mal den Gang raus und warten, bis wir WIRKLICH wieder #Lust daran empfinden"

Und man wartet...und wartet...und wartet...

Die Monate ziehen ins Land...

Bis dann iwann mal die Ansage kommt:

" Du bist doch gar nicht mehr mein Dom!"

Das hatte...Substanz!

Im Ernst:Nach dem Satz war ich nicht nur getroffen und erschüttert....meine ganze Sexualtät war in Frage gestellt.

Und als Kirsche oben drauf die Erkenntnis ( hat ein #paar Tage gebraucht^^): Sie hat RECHT!

Im Nachgang kann ich sagen, das es "nötig" und gut ist, solch Ansagen gemacht zu **** hat das dazu geführt, mich & uns wieder komplett neu **** hat Veränderungen gegeben, die tiefgreifend & nachhaltig sind.

Unser #BDSM/Sexualtät hat sich - im Rückblick- immer wieder stark gewandelt.Und es ist unsere...-immer.

Und seit dem befinden wir uns wieder auf einem Peak.Die "Rollen" (<-- Scheiß Wort, weil es keine sind! Es ist eher so, das wir das Leben was in uns ist) sind klar verteilt.Ich bilde sie nach meinen Vorstellungen zur "O" aus....- mit voller Benutzbarkeit, auch für andere.Ich habe sie als das angenommen, was sie für mich sein will: meine #Sklavin.Und sie mich als ihren Herrn.

Und das ist kein "Projekt", das nach ein #paar Wochen oder Monaten endet...- das ist Lebenseinstellung ( geworden).


Wie starr oder fix ist euer #BDSM? Wo wandelt es sich, hat es sich gewandelt?
Ähhh...- japp!

soviel von meiner Warte...-vllt mag sich ja noch jemand einbringen, das Thema ist gut!

Es grüßt, S11