Direkt-Aufruf :
BDSM mit psychischen Problemen

Hall liebe Forenmitglieder,ich habe schon länger mit mir gerungen, ob ich diesen Beitrag erstellen sollte, ich habe auch nach ähnlichen Beiträgen gesucht, aber keinen finden können, gerne das thematisiert, worum es mir im Grunde geht.Ich weiß, dass ich damit ein heikles Thema anspreche, aber ich bin Neuling im BDSM-Bereich und habe einige Fragen diesbezüglich.

Ich habe einige psychische Probleme, was unter anderem mit Missbrauch zu tun hat und sich auch lange Zeit in Form von Selbstverletzungen deutlich gemacht hat. Bevor jetzt die Frage kommt, ja ich befinde mich seit Jahren in Therapie, allerdings wäre es mir sehr unangenehm mit meinem Therapeuten über meine s**ueller Neigung (#devot, masochistisch) zu sprechen.

Meine eigentlich Frage an euch (vor allem an die #dominant unter euch) ist ob ihr bereits Erfahrungen mit einer #Sub gemacht habt, die sich selbstverletzt hat oder anderweitige psychische Probleme hat, oder auch, wie ihr allgemein davon denkt mit jemandem, der diese oder ähnliche Probleme hat, BDSM zu praktizieren.

Mein Partner weiß von dieser und anderen Problematik und wir tasten uns daher sehr vorsichtig an BDSM heran, wenn mir etwas zu viel wird kann er mich auch sehr gut auffangen und wieder beruhigen, was für mich eine Grundvoraussetzung ist um mit jemandem teils (für mich) sehr kritische Bereiche des BDSM zu erkunden.

Ich habe mit ihm auch über mein Interesse und meinen #Fantasien bezüglich Rape- und Bloodplay gesprochen, allerdings ist er dem sehr abgeneigt aus angst mich damit mehr belasten zu können und er befürchtet mich durch diese Praktiken in eine Situation zu manövrieren, in der er nicht in der Lage ist mich auffangen zu können. Ich respektiere das und kann seine Bedenken auch nachvollziehen, dennoch würde ich vor allem Bloodplay sehr gerne mal **** diesem Zusammenhang wollte ich euch fragen wie ihr dazu steht.Mein Partner hat die Befürchtung, dass ich durch Bloodplays in Form von cutting die Selbstverletzung sozusagen kompensieren wolle, was ich aber anders sehe. Wenn ich mich selbst verletze hat das nicht mit s**ueller Erregung zu tun, die die #Fantasien von einem Bloodplay in mir auslösen.Was haltet ihr davon?

Ich würde mich über ein #paar Antworten sehr freuen und danke euch schonmal im Voraus für das Lesen und eventuelle Antworten.
13 Kommentare & Antworten
_Schatten11: Moin Feli Ja, ich hab Erfahrungen gemacht mit einer die an Borderline litt/leidet.Und es waren keine guten.Bei aller Symphatie & Empathie,die ich aufbringen kann um mich auf jemanden einzulassen, fühle ich mich nicht kompetent genug um mich erneut darauf einlassen zu **** hat schon seinen Grund, warum solche Störungen unter fachlicher Aufsicht stehen.Ich bin zwar ein ausgewiesener Sadist und es darf auch gern sehr hart zu gehen ( Rape & Blood, z, aber abgesehen davon, das ich mir nicht wirklich sicher sein kann dem Menschen auf einer Subebene ernsthaft zu schaden, ist es mir persönlich zu anstrengend.Die Freude und der Spaß kommen mir beim Umgang mit solchen Menschen deutlich zu kurz.Ständig läuft im Hintergrund irgendein "stiller Alarm" im Hinterkopf mit.Das ist nicht meine Art der s**ualität und entspricht auch ganz generell nicht meine Lebenseinstellung.Das ist nicht persönlich gemeint,Feli, sondern nur meine **** mag hart & unfair klingen, aber um Menschen mit diagnostizierter Persönlichkeitsstörung mache ich einen großen Bogen.Solchen Menschen gewähre ich keinen Zugang in mein Leben.

Damit will ich nicht gesagt haben, das es schlechte Menschen seien, überhaupt nicht!Halt nur schlecht für mich

Ps.: Finde ich sehr mutig von dir, dich hier so "offen hinzustellen , ganz im Ernst .

Lg,S11
Feli_Lacrima: Vielen Dank für deine Antwort Ich kann deine Meinung durchaus verstehen, allerdings muss ich sagen, dass nicht jeder der z.b. Borderline hat gleich ist.Ich kann gut verstehen, dass du um solache Menschen einen Bogen machst, dennoch wollte ich nur mal anmerken, dass eine Person die du kennenlernst eine psychische Erkrankung hat und du es nicht zwangsläufig merken musst. Danke trotzdem für deine Stellungnahme

Vielleicht sollte ich auch noch dazu sagen, dass mein Partner selbst vor vielen Jahren unter Selbstverleugnung gelitten hat, allerdings dieses Problem gut bewältigt hat, er kann mich daher gut verstehen und weiß wie er mich auffangen kann, wenn ich während einer Session in einer kleinere Krise rutsche. Auch wenn es allgemein eher kritisch betrachtet wird wenn zwei Leute, mit ähnlichen Problemen eine Beziehung führen, hilft es mir, weil ich mich so eher verstanden fühle und er dadurch auch besser auf mich zugehen und mir helfen kann, andererseits fördert das seine Sorge um mich.

PS: ich musste auch lange mit mir ringen ob ich das so offen ansprechen sollte, aber ich habe diese Gedanken bzw fragen schon seit längerem und wollte einfach mal ein #paar neutrale Meinungen hören, um selbst aus einem anderen Blickwinkel die Thematik betrachten zu können. Auch bin ich einfach der Meinung, dass solche Themen kein so großes Tabu in unserer Gesellschaft darstellen sollten, aber danke für das Kompliment.

LG und danke für die Antwort, Feli
_Schatten11: Ich persönlich finde es gut auch mal ein "heikles" oder "Tabu"-thema offen ans Licht zu zubbeln.Das nimmt ein wenig was von der Stigmatisierung und kann für Verständnis & Toleranz sorgen.Von daher: Gut gemacht!

Lg,S11
Feli_Lacrima: Danke für die lieben Worte, abgesehen von der Intention für mich mehr Sichtweisen zu der Fragestellung zu gewinnen war auch das ein Gedanke, den ich bei diesem Post hatte.Ich bin mir bewusst, dass ich dadurch auch viel negatives Feedback bekommen kann, so geht es mir oft, weil ich mit meinen Problemen mitlerweile recht offen und ehrlich umgehe, aber gerade deswegen freue ich mich umso mehr über positives Feedback.

LG, Feli
Norion: *schmunzelt*Ich denke man kann die frage eigentlich umdrehen.

Ich bin nun schon seid ein #paar Jahren (mal mehr mal weniger engagiert ) in der Szene unterwegs. Gehe auf Partys und gelegentlich auf Stammtische. ..

Und bei absolut JEDER #sub, die ich kennengelernt habe, hat sich früher oder später eine "Störung " herausgestellt.

Sei es Missbrauchsbedingt, Borderline, Depressionen, AD(H)S oder andere Traumata.

Manchmal denke ich es liegt an mir. Und das irgendein verdrehter teil in mir, immer nur auf solche Frauen anspringt. ..Aber ich habe ähnliche Erfahrungen von anderen Doms gehört, und bin mittlerweile zu der Überzeugung gekommen, das #BDSM möglicherweise auch nur eine Form von geistesstörung ist.

Mein Tippu scheinst einen sehr vernünftigen DOM gefunden zu haben. Freue dich. Das ist nicht vielen vergönnt. Aber wenn dich die Neugier auf Blood&rape treibt. Musst DU entscheiden, ob das geht oder nicht. Die Gefahr einer Retraumatisierung ist mit Sicherheit gegeben. Aber auf der anderen Seite, bin ich auch eher der Typ, der sich seinen Ängsten stellt, und sie provoziert, um sie zu überwinden. Vielleicht solltest du ihm das als gedankenanstoss mitgeben, und ihn bitten, nocheinmal über sein tabu nach zu denken.
DinaDark: Es mag hart & unfair klingen, aber um Menschen mit diagnostizierter Persönlichkeitsstörung mache ich einen großen Bogen.Solchen Menschen gewähre ich keinen Zugang in mein Leben.Ach nein?Sollte ich dann lieber vom Stammtisch fernbleiben, so als ADSlerin?

Allerdings kann ich dir versichern, dass der Spaß bei uns nicht zu kurz kommt.

Verträumte Grüße

Dina
DinaDark: Was ist es sonst?
Sissypet: ... eigentlich wolte ich mich ja raus halten, aber ehrlich gesagt manche Aussagen schlagen mir gerade wirklich aufs Gemüt.

Dinge wie "Solchen Menschen gewähre ich keinen Zugang in mein Leben." sind sehr traurig, und ehrlich gesagt,eigentlich hatte ich bereits einen wesentlich unfreundlicheren Text im Hinterkopf als ich das das erste mal lesen "durfte".

Dann habe ich den gesamten Beitrag gelesen und muss sagen, Ok wenn das deine Meinung ist, dann sollst du sie haben, ich hoffe nur dir ist klar wie Kleingeistig sie manchem erscheinen mag.

Schlechte Erfahrungen gemacht? Gut in Ordnung, dass kann ich sogar zum teil verstehen, aber warum scherst du alle über einen Kamm weil du mit einer Person schlechte Erfahrungen hattest? Ich wurde vor 2 Jahren in Frankfurt von 3 Ausländischen Mitbürgern überfallen und durfte mich dann wieder zusammen nähen lassen. Aber ich werde deswegen nicht gleich zum Nazi und scher sie alle über einen Kamm, mit der Aussage "Ich lasse nie wieder jemanden der so ähnlich ist an mich ran!"

(Ohne dich damit jetzt angreifen zu wollen, wie gesagt. Deine Meinung ist deine Meinung, nur solltest du eben jetzt auch mit meiner Leben können)

*Ab hier ist natürlich dann die Beitragstellerin des Themas gemeint

Damit die Disskusion jetzt aber nicht völlig am Thema vorbeigeht, ich denke es kann sehr schreckliche Folgen haben solltest du an die falsche Person geraten, da ich selbst in gewissem sinne betroffen bin, kann ich sagen das es im schlimmsten fall ein reiner teufelskreis sein kann.Wenn man keinen Partner hat bei dem man sich zu 100% fallen lassen kann, braucht es meiner Meinung keine Diagnose um zu Problemen zu führen.

Aber wie du geschrieben hast, hast du ja einen Partner der dich unterstützt und versucht zu helfen, und auch wenn du diesen Ratschlag sicher nicht gern hörst, denn das würde jeden sehr große Überwindung kosten,kann ich dir nur empfehlen dir mit deinem Partner einen Therapeuten zu suchen bei dem DU dich wohl fühlst und euch gemeinsam mit einem Profi langsam an die Sachen ranzutasten.

Ein schwieriger Schritt ist das sicher, aber es würde vielleicht auch deinem Partner helfen seine Angst davor dir Weh zu tun etwas zu beruhigen.
Feli_Lacrima: Also erstmal möchte ich mich bei allen für ihre Antworten bedanken.

Allerdings möchte ich ein #paar Dinge klarstellen, auch wenn es nicht direkt etwas mit meiner Fragestellung zu tun hat:Nur weil ich geschrieben habe, dass ich mir lange zeit selbst Verletzungen zugefügt habe heißt das nicht gleich, dass ich an einer Persönlichkeitsstörung leide. Zur Information: ja mir wurde unter anderem auch Borderline diagnostiziert, aber nur die Tatsache, dass jemand Missbrauch erfahren hat und sich verletzt ist nicht gleich bedeutend mit einer Persönlichkeitsstörung, auch wenn das von Medien oft so dargestellt wird und dadurch oft fehlinterpretiert wird. Liebe Dia, ADS ist keine Persönlichkeitsstörung, sondern "nur" eine psychische Erkrankung. Unter Persönlichkeitsstörungen fallen Diagnosen wie Borderline, Schizophrenie und die Dissoziative Persönlichkeitsstörung um nur ein #paar Beispiele zu nenne.Ich korrigiere euch gerade nur, weil mir oft auffällt, dass zum Beispiel Selbstverletzendes Verhalten mit Borderline gleichgesetzt wird, was komplett falsch ist. Ich meine das jetzt auch nicht böse, ich reagiere nur etwas allergisch darauf, wenn man solche Begrifflichkeiten falsch benutzt.

Liebe Valentine, ich muss sagen, dass ich Norion etwas anders verstanden habe als du. So wie ich seine Antwort aufgefasst habe hat er von seinen Erfahrungen berichtet, die für ihn ergeben haben, dass viele BDSMler einen "psychischen Knacks" haben und er für sich daraus gefolgert hat, dass die gesamte Szene nicht mehr ganz gesund im Kopf ist. So wie ich es verstanden habe hat er nicht gesagt, dass dem so ist, sondern dass es ihm mitlerweile, auf Grund der Häufigkeit mit der ihm so etwas scheinbar begegnet ist, so vorkommt. Ich glaube nicht, dass er damit jemanden diskriminieren oder eine vermeintliche psychische Erkrankung andichten oder gar jemanden verletzen wollte.Zu deiner Aussagen, dass jede Zweite Frau Missbrauch erfahren hat muss ich sagen, dass es einen Unterschied zwischen Missbrauch und Vergewaltigung gibt. Von Missbrauch kann man in unserem Rechtssystem schon reden, wenn dir jemand in den Ausschnitt starrt. Das macht die Tatsache, dass es so viele Fälle von Missbrauch gibt nicht weniger schlimm, aber nicht jede Person die einen Missbrauch erfährt hat als Folge psychische Probleme.

Ich musste das jetzt mal kurz klarstellen und würde euch bitten, diesen Beitrag nicht zu einer Diskussion was normal ist und was nicht, oder was als Persönlichkeitsstörung gilt werden zu lassen.Also bitte wieder back to topic

Dennoch vielen lieben Dank für die Rückmeldungen.LG, Feli
Norion: Ob wir alle gestört sind, oder nicht ist und bleibt eine frage der Perspektive. Ich hab vor kurzem eine Einladung zu einem Kirchlichen Gemeindetreffen angenommen, und dort an einer Diskussion mit dem Thema "Satanisnus s**, Drugs & Rock Roll" teilgenommen. Das ganze uferte ein wenig aus, und wir kamen auf das Thema #BDSM. Die Leute da waren durchaus der felsenfest Überzeugung, daß Ich gestört sei, und in Seelsorgerische Obhut gehöre. Sie haben sogar für meine Seele gebetet. ..

Ich hingegen fand SIE und ihre m.M.n. Obrigkeitshörigkeit wirklich gruselig. .. und kam zu dem Schluß das sie harmlos aber Verrückt sind.

Was ich damit eigentlich aufzeigen will, ist :Es gibt ein sehr breites Spektrum an Persönlichkeiten, Eigenarten und Prägungen. Als Mensch kann ich nur eine gewisse Bandbreite davon nachvollziehen.

Beinahe sämtliche Genies der vergangenen Jahrhunderte waren zu ihrer Zeit "Verrückte ".Wer bin ich also, jemanden zu verurteilen oder ab zu stempeln, nur weil ich seine denkmuster nicht nachvollziehen kann.

Was ich jedoch gut finde, ist :Unter SMlern findet man mehr Menschen die in ihrem Leben etwas durchgemacht haben, als in jeder anderen Gruppe, die ich näher kenne. Und gerade das gefällt mir. Hier finde ich Menschen, die genau wie ich auch, Narben auf ihrer Seele tragen.

Und ganz im Gegenteil zu dem wie ich verstanden wurde, respektiere ich gerade das an ihnen. Denn sie haben mehr erlebt als manch anderer, und die meisten sind dadurch stärker geworden.
LotOfKnots: hallo Feli,

prinzipiell sehe ich Deine situation allgemein gar nicht so schlecht und denke, dass Du frueher oder spaeter die erfahrungen machen kannst, die Dir vorschweben. das problem sehe ich tatsaechlich in der "trennung" der privaten, s**uellen "therapie" in form von #bdsm und der offiziellen therapie beim therapeuten. wenn Du schon ueber jahre zu ihm gehst wuerde ich davon ausgehen, dass Du ihm vertraust. das ist bei einem therapeuten genau so wichtig wie bei einem #bdsm-partner. dann solltest Du aber auch diesbezueglich offen zu ihm sein. sonst koennte er Deine reaktionen auf #bdsm fehlinterpretieren und ploetzlich laeuft die therapie in eine falsche richtung. ich sage gerne, dass das s**uelle fuer das funktionieren einer beziehung ueberbewertet wird. trotzdem ist es fuer die gefuehlslage eines menschen so wichtig, dass ein therapeut darueber bescheid wissen sollte. im zweifelsfall muss man sich einen anderen suchen. irgendwo im netz gibt es eine liste von therapeuten, die #bdsm offen gegenueber stehen.

ohne das wuerde ich mich als partner auch nicht auf grenzwertige spiele wie rape- oder bloodplay einlassen. ich bin selbst kein freund von fachidioten, aber nicht umsonst gibt es profis fuer gewisse bereiche des lebens.

viel erfolg!

LotOfKnots

p.s. ich vermute uebrigens, dass Schatten sich etwas ungluecklich ausgedrueckt hat und sein s**ualleben meinte.
_Schatten11: Hat er tatsächlich, LoK.Mit " keinen Zugang in mein Leben" meinte ich : " mir nicht auf Herz-ebene /s**uell-emotional nah sein" .Ich hab kein Problem mit den Menschen als solche, sonst hätte ich der TE gar nicht antworten brauchen.Wie Feli schon angedeutet hat kann es durchaus sein, das ich mit jemandem tatsächlich befreundet bin ohne es zu wissen.( Befreundet = nons**uell, in diesem Fall).Ich geh mit jedem Menschen gleich um....mehr oder weniger^^.Dennoch möchte ich es vermeiden mich in ( nur meiner Erfahrung nach, aber die ist ja für mich ausschlaggebend) emotionale Bindungen zu begeben, die mir so gar nicht gut tun...und dem Gegenüber auf Dauer dann genauso wenig.
Elapidae: Moin, moin.

Grundsätzlich sind 'Wünschen' und 'Erleben' unterschiedliche Dinge. Bei einem Fall wie 'Rape-' oder 'Bloodplay' würde ich ganz allgemein sehr vorsichtig sein. Auch wenn ich mich nicht in einer Therapie befinde. Da scheitern schon sehr stabile Menschen dran.

Aber um zu bewerten, ob es in Deiner Situation das ganze verschlimmert, oder nicht bin ich definitiv nicht berufen genug. Die Brisanz und die Tragweite deiner Probleme abzuschätzen kann ich einfach nicht, da ich erstens zu wenig Informationen habe (da müsste man schon in deinen Kopf horchen) und zweitens nicht über die notwendige Qualifikation verfüge. Dementsprechend würde ich hier auch mit anderer Leute Rat umgehen.

Vielleicht müsste man um einen Rat auf berufenem Munde zu bekommen, sich doch noch mal mit dem eigenen Therapeuten auseinandersetzen, der einen ja kennt also tatsächlich Einblick in die Seelenwelt hat und andererseits beruflich qualifiziert ist. Ich weiß, dass man am liebsten im Boden versinken möchte bei peinlichen Themen, auch wenn man es theoretisch nicht müsste. Schließlich sind Therapeuten dazu da, Die krassen Dinge vom Innenleben zu hören. Aber gebe zu bedenken, wenn das ganze Unterfangen schief geht, bekommt er das hinterher mit und dann lastet zusätzlich auf Dir, dass du nicht mit ihm sprechen kannst, was die komplette Therapie ja irgendwie ad absurdum macht.

Naja und zu psychischen Erkrankungen kann ich nicht viel sagen. Diejenigen die ich kenne und eine haben, leben grundsätzlich ganz normal. Da kann ich mich den o.a. Meinungen nur anschließen, welche fragen, 'Wer hat kein Problem?' Und 'Was ist normal und wer definiert es?'

Ich rate also frei nach Forrest Gump 'Dumm ist der, welcher Dummes tut'. Folglich ist auch der gestört, der verstörendes tut. Deswegen prüfe genau ob es dein Wunsch ist, deine Phantasie oder nur eine andere Form der Selbstverletzung. Halt ob hier DU, oder DIE ANDERE Entscheidungen trifft.

Viel Glück und ein sicheres Händchen bei Deiner Entscheidung.

Grüße

Die Schlange

P.S. Die letzte Prüfung gilt für alle Menschen