Hell-o Community!

Wie anfangen, das ist immer die Frage... vor allem wenn man zuviel mit sich herumschleppt, das man in möglichst wenig Text möglichst erklärend genug rüberbringen möchte. Ich probiere es einfach mal, aber ich befüchte ich bin unfähig mich kurz zu fassen

Also, um die Eckpfeiler einmal abzuarbeiten: Ich bin 32 Jahre alt, lebe in Österreich, im Großraum Salzburg, und bin selbständig. Dass ich weiblichen Geschlechts bin dürfte ein Blick auf mein Profil verraten, und meine Neigung würde ich als #dominant mit sadistischen Zügen beschreiben. Derzeit führe ich eine offene Beziehung - also bitte derzeit keine wie auch immer gearteten Angebote.

Jetzt kommen wir zum etwas schwierigeren, aber auch interessanteren Teil, nämlich wie ich eigentlich hierher gekommen bin, und was meine Eigenheiten angeht.Zunächst einmal, weiß ich von meiner Neigung bereits seit der Pubertät. Allerdings hat es, weil ich aus einem sehr konservativen Umfeld komme, bis etwa 20 gedauert bis ich das überhaupt für mich selbst akzeptieren konnte. Dazu kommt, dass ich in dieser Zeit auch noch, vorwiegend durch Versuch und Irrtum, feststellen musste dass mit mir abgesehen von dieser Neigung auf s**ueller Ebene "etwas nicht stimmt". Ich habe kein Interesse an Geschlechtsverkehr, weder mit Frauen noch mit Männern (auch nicht mit Tieren, falls jemandes Phantasie gerade anspringen sollte). Mir fehlt dieser gewisse natürliche s**ualtrieb, aber im Gegensatz zu Leuten die wollen aber nicht können verspüre ich dadurch keinen Leidensdruck, und ich hatte auch noch nie, auch wenn einem das in der heutigen s**ualisierten Zeit gerne eingetrichtert wird, das Gefühl dass ich etwas verpasse oder das mir etwas fehlt. Das ist schwierig zu verstehen, für "normal" denkende Menschen, das weiß ich. Allerdings bedeutet es nicht dass ich nicht fähig wäre tiefe Gefühle für andere zu empfinden und zu lieben.Das lasse ich jetzt einfach einmal so sitzen, weil ich mir sicher bin dass dazu noch jede Menge Fragen auftauchen werden...

Der nächste "schwierige" Punkt für viele, liegt in meinem Auftreten begründet. Ich bin zwar gänzlich Frau, und fühle mich auch als solche, trotzdem ist mein Auftreten und Verhalten eher maskulin. Ich bin weder das süße unschuldig aussehende Mädchen dass es faustdick hinter den Ohren hat, noch die umwerfend s**y Femme Fatal die Männern reihenweise den Kopf verdreht. Auch in den Typ Durchschnittsfrau passe ich nicht wirklich hinein. Ich mag keine Kleider, ich hasse hochhackige #Schuhe, und bin lieber vorwiegend in Männerklamotten wie locker sitzendem T-Shirt, Tarnhose und dicken Tretern unterwegs. Somit nicht ganz das was sich Mann so vorstellt, und auf Femdom-Partys auf denen s**y Kleidung Pflicht zu sein scheint, gänzlich deplatziert.

So... und dann zurück zum eigentlichen Kernthema, nämlich der Freude daran Männern die Hölle heiß zu machen. Wie oben erwähnt früh entdeckt, etwas später für mich selbst soweit akzeptiert, aber immer mit einem quasi schlechten Gewissen, dem Umfeld geschuldet. Lediglich mit der Ausübung haperte es häufig... nicht nur im Sinne von "Aller Anfang ist schwer". Wenn sich einmal jemand gefunden hatte der zu meinen Vorlieben gepasst hat, oder auch neugierig war und sich auf sowas mal einlassen wollte - hat das in der Regel nie lange funktioniert. Einfach weil ich die Erfahrung machen musste das so gut wie jede tiefer gehende Beziehung früher oder später (eher früher als später...) s** zu brauchen scheint. Worauf ich mich, wenn die entsprechenden Gefühle da waren, auch ein paarmal eingelassen habe. Mit jeweils beiderseits unbefriedigendem Resultat, was jeglicher Beziehung dann natürlich früher oder später den Boden entrissen hat. Etwa mit 23 bin ich dann erstmals mit der Szene richtig in Berührung gekommen, weil ich mir erhofft hatte dort etwas passenderes zu finden als durch meine bisherigen Zufallsbekanntschaften. Zum damaligen Zeitpunkt musste ich dann aber die Erfahrung machen, dass für so etwas wie mich allem Anschein nach auch dort kein Platz war. Vielleicht hatte ich einfach Pech, aber ich bin fast ausschließlich auf Leute gestoßen die lediglich eine billige Freizeitdomina suchten die ihnen quasi nach Script gibt was sie wollen, oder aber Leute die Beziehungen ohne s** kategorisch ausgeschlossen haben. Das aber sowohl im männlichen als auch im weiblichen Lager, weil ich auch der #Dominanz von Frauen nicht abgeneigt bin wenn es passt. Einige waren auch glaube ich schlichtweg überfordert davon, dass ich von Anfang an klargemacht habe dass ich kein Problem damit habe wenn sich jemand das was er von mir nicht bekommt, bzw bekommen kann, woanders holt. Als ich dann sogar einige Anfeindungen im Sinne von "wenn du schlagen kannst, kannst du auch f***en" bekommen habe, hab ich der Szene nach 2 Jahren wieder den Rücken gekehrt. Seitdem hatte ich mit dem Thema eigentlich schon fast abgeschlossen, und mich damit abgefunden dass es für einen so einen reichlich exotischen Topf wahrscheinlich keinen Deckel gibt. So ist das dann auch die letzten 7 Jahre geblieben. Bis mir im Mai dieses Jahres aus heiterem Himmel auf einem Konzert jemand vor die Füße gefallen ist - und das ist wörtlich zu nehmen, da besagter Kerl zu diesem Zeitpunkt alles andere als nüchtern war. Aus einem mehr höflichen Gespräch über Musikgeschmack hat sich ein lockerer Kontakt entwickelt, aus dem dann nach vorsichtigem Abtasten und einigen Irrwegen nach anderthalb Monaten tatsächlich eine Beziehung wurde. Ich glaube ich muss gar nicht mehr extra dazu sagen dass er devot-masochistisch veranlagt ist...Der einzige Haken ist, dass die Beziehung ein Ablaufdatum hat, da er aus beruflichen Gründen lediglich noch anderthalb Jahre vorübergehend hier wohnt. Doch das stört uns nicht, weil wir uns Beide darüber im Klaren sind dass eine Beziehung wie wir sie führen wahrscheinlich auf Dauer nicht haltbar ist, vor allem was unser Umfeld betrifft. Ich werde jetzt auf keine Details eingehen, sonst artet diese Romanlänge hier noch weiter aus. Kann aber sein dass ich später, wenn gewünscht, noch was dazu schreibe.

Zumindest hat mich das jetzt wieder auf den Geschmack gebracht, auch wenn meine Erfahrungen inzwischen reichlich eingerostet sind. Über mehr als #Dominanzspiele, #Fesseln (#Handschellen, Ledermanschetten, #Ketten) und Versuche mir wieder die richtigen Schlagtechniken anzueignen sind wir noch nicht hinausgekommen. Die Vertrauensbasis ist da, aber bei mir ist das Vertrauen in meine eigenen Fähigkeiten durch die lange Abstinenz noch nicht wirklich wiederhergestellt. Alleine deshalb suche ich jetzt einfach nur Kontakt zu Gleichgesinnten, zwecks Erfahrungsaustausch, ein wenig Hilfestellung bei Fragen und eventuell auch praktischer Unterstützung.Meine Interessen liegen neben obig erwähntem auch bei Seil(Hänge)#bondage und #Keuschhaltung, bzw Erektionskontrolle. Ich schlage zwar gerne, und auch gerne hart, aber ich möchte keine bleibenden Spuren hinterlassen. Der Kliniks**-Bereich, Elektrostimulation, sowie Verletzungen mit #Nadeln oder Messern und das Spiel mit Urin oder Exkrementen sind auch nicht die Dinge mit denen ich mich unbedingt beschäftigen möchte. Für alles andere bin ich eigentlich offen, bzw grundsätzlich einfach neugierig.

Dadurch bin ich auch hier gelandet. Dadurch, und durch die Tatsache dass ich zwar nach wie vor meine Neigungen im Verborgenen auslebe, aber es dank meines Bottoms und Freundes geschafft habe mich letztlich selbst so zu akzeptieren wie ich bin. Und dass ich trotz meiner Eigenheiten dafür geliebt werde was ich bin - und nicht für das was ich darstellen möchte oder sollte. Nicht nur von einer Person, sondern auch von engen Freunden die mich schon jahrelang begleitet haben, und die ich erst vor kurzem über meine Neigungen unterrichtet habe - weil ich es nicht mehr ausgehalten habe mich weiterhin zu verstellen, und auch erst jetzt den Mut gefunden habe offen darüber zu reden. Überraschenderweise wurde das von fast allen überwiegend positiv aufgefasst, inklusive der Ermunterung mich doch mit Gleichgesinnten auszutauschen.

So... damit müsste hier das wichtigste "kurz" zusammengefasst sein. Erwähnte ich schon meine Unfähigkeit mich kurz zu fassen...? Naja, jetzt wisst ihr wenigstens was ich damit meinte.Vielen Dank an alljene die sich diesen Roman bis zu seinem Ende angetan haben, und hoffentlich nicht allzu sehr gelangweilt wurden. Das war einfach etwas was ich mir von der Seele schreiben wollte.

Na denn, ich hoffe ihr könnt hier einen weitern dunkelbunten Vogel wie mich ver- bzw ertragen.

Grüße aus Österreich,

Die (manchmal auch das) Auster


P.S.: Rechtschreib-, Interpunktions- und diverse Grammatikfehler darf gerne behalten wer sie findet. *drohend den Duden schwing*
Kagome: also du hast mich alles andere als gelangweilt! Ich finde das, was du geschrieben hast sehr interessant Herzlich willkommen hier, hoffentlich findest du, was du suchst
Devilyn: Hab deine Vorstellung auch gern gelesen,hoffe du fühlst dich hier wohl und kannst interessante Kontakte knüpfen. Der Neugierhalber hätte ich da aber ein,zwei kleine Fragen Du sagst der normale Gv gibt dir nix,und das dir hinsichtlich dessen der s**ualtrieb fehlt.....Aber unterwerfen,#fesseln, schlagen ect bringt dir s**uelle #Lust u[...]
Auster1981: Vielen Dank für das nette Willkommen! Und sogar jemand aus meiner Nähe - ich bin gerade hin und weg, das hab ich nicht erwartet! Der Neugierhalber hätte ich da aber ein,zwei kleine Fragen Du sagst der normale Gv gibt dir nix,und das dir hinsichtlich dessen der s**ualtrieb fehlt.....Aber unterwerfen,#fesseln, schlagen ect bringt d[...]